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Wenn's am schönsten ist

Nachdem die Nachbearbeitung des 10. Fraumatt-Schwingets abgeschlossen war, haben sich der Vorstand des Vereins und das Organisationskomitee die Frage gestellt: Wie weiter? Wir kamen zum Ergebnis:

«Das Fraumatt-Schwinget ist an einem Punkt angelangt, wo man sich die zukünftigen Schritte gut überlegen muß. Eigentlich müßten wir einen Schritt nach vorne tun, noch professioneller werden und die Infrastruktur vergrößern, was zur Kommerzialisierung des Anlasses führen würde. Damit ginge die familiäre und festliche Ambiance verloren. Zudem wird es immer schwieriger, die nötigen freiwilligen Helfer zu rekrutieren. Im OK sind die meisten seit dem ersten Fraumatt-Schwinget tätig und sind also miteinander auch zehn Jahre älter geworden. So etwas heißt, es müßte Nachwuchs gefunden werden. Es gibt genügend Beispiele, die aufzeigen, daß dies sehr schwierig ist, denn der Einsatz für erfolgreiche Festveranstaltungen ist erheblich und erfordert eine freundschaftliche Zusammenarbeit. Über all die Jahre durften wir das so erleben, weil das OK des Fraumatt-Schwingets nie ein Selbstdarstellungskabinett war.»

Alle Fragen, die sich daraus ergeben haben, hatten sich der Vorstand und das OK anläßlich einer «Ufputz-Sitzigestellt und sind zum Entscheid gekommen, daß man aufhören muß, wenn's am schönsten ist. Auch wenn es schwerfällt: Das Fraumatt-Schwinget in Oberwil ist Geschichte. Wir waren uns bewußt, daß dieses Schwingfest zu einem viel beachteten regionalen Anlaß herangewachsen war und ähnlich der Oberwiler Fasnacht schon zu den liebgewonnenen lokalen Traditionen zu zählen begann.

Dennoch: Wir waren uns sicher, daß unser Entscheid richtig ist.